Erwin Otte hat früh versucht hinter den Horizont zu schauen, um die Natiur in ihrer Schöpfungsdimension und Komplexität zu begreifen. Die ersten Jahre seiner Tätigkeit sind geprägt von der Malerei. Er arbeitet mit Oberflächenstrukturen, Modulation, Licht und Schatten, um das Wesentliche sichtbar zu machen.
Dabei ist ihm wichtig die unerschöpflichen Eindrücke der inspirationsstiftenden Natur zum Forum des Ereignisses von Licht und Farbe werden zu lassen. Seine Empfindungen, geprägt aus den Tiefen und aus der Sensibilität eines starken Naturbewusstseins, auf Leinwand zu bringen ist ihm dabei ein besonderes Anliegen. Bilder des Künstlers wurden in 23 Kunstkalendern veröffentlicht.
Das so erarbeitete umfangreiche Wissen setzt der Künstler auch erfolgreich in die Planung bzw. Realisierung seiner dreidimensionalen Kunstwerke, Objekte, Skulpturen und Lichtinstallationen ein. Hier zeigt sich ganz deutlich die Wechselbeziehung zwischen Malerei und Bildhauerei, die in der Vielfalt der Themen, Techniken und Stilsprachen wichtig und unabdingbar ist.
Seine Kreationen aus Granit oder Metall mit ihren Ausformungen sind raumgreifend, körperhaft gestaltet, beziehen die unmittelbare Umgebung mit ein und werden durch geschicktes Einsetzen von farbigem Glas und deren Lichtwirkung zu plastischer Umsetzung seiner Malerei.
Immer wieder fertigt er auch beseelte, figürliche Arbeiten meist in Bronze mit allen Schwingungen menschlicher Empfindungen. Positioniert in Kombination auf handwerklich strukturiertem Granit, geschickt in Szene gesetzt, sind diese in ihrer Haptik und Ausprägung dem Formenrepertoire Ottes deutlich zuzuordnen. So ist es für den Künstler eine Selbstverständlichkeit sich auch mit theologischen Themen zu beschäftigen. Sein bisher bedeutendstes Sakral-Werk ist die Altarraumgestaltung der Pfarrkirche St. Pankratius in Falkenberg.
Außerdem hat er in einer Auftragsarbeit der Stadt Erbendorf die Lebensstationen des H. H. Bischofs Wilhelm Schraml, Passau, auf Leinwand festgehalten.
Seit 2009 ist Otte in die Liste der Kirchenkünstler der Diözese Regensburg aufgenommen.